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Oct 27

Irrtümer bei Diabetes

Posted on Tuesday, October 27, 2009 in Diabetes

Klar, wenn man die Diagnose Diabetes erst einmal hört, ist man geschockt. Und doch kann man mit dieser Krankheit recht gut leben, ohne viel an Lebensqualität einbüßen zu müssen. Denn Diabetes heißt nicht zwingend, auf die geliebten Süßigkeiten verzichten zu müssen. Wichtig ist schlicht und ergreifend, sich ausgewogen zu ernähren. Dann kann man sich durchaus auch einmal das eine oder andere Leckerchen außer der Reihe gönnen.

Doch immer noch ranken viele Mythen um das Thema Diabetes. Das rührt einfach daher, dass viele Dinge, die über Jahrzehnte als Fakt angesehen wurden, nicht nochmals untersucht wurden. Erst in den letzten Jahren wurden durch die Arbeit der Wissenschaft viele Irrtümer ausgeräumt. So wurde Diabetikern Jahrzehnte lang erzählt, bei einer Unterzuckerung Traubenzucker zu sich zu nehmen. Für alle anderen Situationen galt aber strengstes Zuckerverbot. Niemand hat sich gefragt, wie das zusammengehen konnte. Denn hier war eine Substanz, nämlich der Zucker, verboten, wohingegen diese Substanz in einer bestimmten Situation, nämlich der Unterzuckerung, auf einmal erlaubt war. Dies ist an sich ja schon nicht wirklich logisch. Nach einer Unterzuckerung und der Gabe von Traubenzucker war dann angeraten, sogenannte langsame Kohlehydrate wie beispielsweise Vollkornbrot zu essen, da man davon ausging, dass sonst der Blutzuckerspiegel schnell wieder hätte abfallen können. Im Gegensatz zu den langsamen Kohlehydraten wurden die schnellen Kohlehydrate wie beispielsweise Weißbrot untersagt, da diese im Verdacht standen, sogenannte „Zuckerspitzen“ auszulösen. Heute weiß man, dass viele der Theorien wissenschaftlich nicht belegt werden konnten. Es ist also wichtig, sich auch ein bisschen auf seinen gesunden Menschenverstand zu verlassen, die Blutwerte regelmäßig zu prüfen oder prüfen zu lassen und die Kohlehydrate, die man zu sich nehmen möchte, auf die blutzuckersenkende Therapie abzustimmen.